Trau Dich deine Mutzone zu stärken

Kennst du nicht auch Situationen, wo du ganz anderer Meinung warst, dich aber nicht getraut hast, deine Meinung zu äußern? Situationen, in denen du dich im Nachhinein geärgert hast, ja vielleicht sogar für alle Beteiligten eine unbequeme Situation geschaffen hast, nur weil du nichts gesagt hast.

Wann warst du das letzte Mal so richtig mutig? Wie lange ist es her, dass du dich so richtig herausgefordert hast? Wann hast du das letzte Mal etwas gemacht, dass dir so richtig Mut abverlangt hat?

Mutig sein bedeutet: 

  • etwas zu machen, was dich im Leben voranbringt, obwohl du Angst davor hast
  • die Risiken eines Vorhabens zu kennen und dir klarzumachen, dass dir nichts wirklich Schlimmes passieren kann
  • deine inneren Alarmsirenen zu ignorieren, die dich in deiner Komfortzone festhalten wollen
  • zu handeln, OBWOHL du Angst hast

Mutig sein heißt nicht, keine Angst zu haben. Mutig sein heißt, mitten durch die Angst hindurch zu gehen. 

Ob deine Aktion mutig ist oder nicht, hängt auch ganz von deinem individuellen Standpunkt ab:

Wenn du dich z. B. im Job noch nie zu Wort gemeldet hast, dann ist eine erste Wortmeldung deinerseits mutig. Oder wenn du trotz Lampenfieber freiwillig einen Vortrag hältst… Wenn du zum ersten Mal jemand Fremden aus heiterem Himmel auf der Straße ansprichst, dann ist das mutig. Wenn du einfach mal etwas völlig Neues ausprobierst, dann bist du mutig. Lass dir also nicht von anderen eine Definition dafür geben, was mutig ist und was nicht. Bastle dir deine eigene Definition. Wenn du etwas gemacht hast, das dir Mut abverlangt hat, dann klopfe dir selbst auf die Schulter und sei stolz auf dich.

Mut braucht es auch, dich wahrhaftig zu kennen.

 

3 Tipps, um Mut aufzubringen

Fang klein an und steigere dich jeden Tag mehr darin, Mut aufzubringen. Persönliche Veränderung braucht seine Zeit, speziell, wenn es darum geht, mutiger zu werden und zu lernen mit deiner Angst umzugehen. Baue in deinem Alltag, dich jeden Tag nur ein bisschen herauszufordern.

 

  1. Tankstelle für mehr Selbstvertrauen 

Um mutig zu sein, braucht es das Gefühl, dass du zu dir selbst stehst. Dafür benötigst du einen Überblick über dich selbst. z. B. deine Stärken und Schwächen. Mehr noch eine ehrliche Bilanz darüber, wie du dich fühlst, was du denkst, ein Bewusstsein über dein Verhalten gepaart mit deiner inneren Haltung zum Leben. Damit Du dir selbst nahekommst und dein Selbstbild im wahrsten Sinne vor Augen hast, verschaffe dir wie folgt dein Selbstbild:

 

  • Wie fühle ich mich gerade?
  • Was denke ich über mich selbst? Ich bin zu dünn, zu dick, unfähig oder nicht kreativ genug?
  • Wie gehe ich mit mir selbst um? Sind andere wichtiger als ich? Oder stehe ich an 1. Stelle auf der Liste?
  • Ist mein Verhalten konstruktiv? Oder eher destruktiv?

Gesundes Selbstvertrauen wächst dann, wenn ich mir meiner Körpersignale, meiner Emotionen, Gedanken bewusst bin. Selbstvertrauen heißt auch konstruktive Verhaltensweisen zu entwickeln, um die Liebe spürbar für dich und alle anderen Menschen zuzulassen.

 

  1. Der Mutverstärker

Wann immer du findest, dass du etwas Mutiges getan hast, notiere es auf einen Zettel. Dazu reichen ein paar Stichworte, die dir in Erinnerung rufen, welche Situation gemeint ist. Nimm ein schönes Glasgefäß und fülle es mit deinen „Mut-Verstärkern“. So wird dein Mut immer stärker sichtbar. Sei kreativ, setze deine Lieblingsfarben dafür ein, gib all die Kreativität in die Umsetzung, die dir bei dem Anblick auf dein MUT-Glas Kraft schenkt.

Wenn Du in puncto Mut zweifelst, dann schaue auf das bereits Geschaffte. Nehmen wir an, du hast am nächsten Tag eine für dich wichtige Situation, wo du Mut brauchst. Greife zum Glas und lese dir die einzelnen Zettel noch einmal durch.

 

  1. Weg mit dem Teppich 

Du kehrst deine Träume, Ideen oder Konflikte unter den Teppich. Schluss damit! Reserviere dir einen festen Tag in der Woche für den Blick unter den Teppich. Tue Folgendes:

  • Gehe gedanklich die Situationen durch, in denen du nicht ganz ehrlich warst oder aus Angst vor einem Konflikt geschwiegen hast. Was hättest du zu befürchten gehabt, wenn du die Wahrheit gesagt hättest?
  • Denke an eine Situation, in der du ehrlich warst. Finde ein Symbol, das dich an diese Stärke erinnert.
  • In der nächsten Konfliktsituation denkst du einfach an dieses Symbol und sagst dann: „Ich sehe das anders! Meiner Meinung nach ist es …“
  • Sei nicht zu streng mit dir. Beginne mit jemandem, bei dem es dir leichter fällt und du das Gefühl hast, es kann dir nichts passieren.

So bleibst du dir treu und lernst zu dir zu stehen. Nur Mut! Weil du es wert bist!

Mut macht Mut – Jedes Mal wenn du dich überwindest mutig zu sein, wirst du automatisch selbstbewusster.

 


Du kannst es dir vorstellen wie bei einer Pflanze:

  • wenn du eine Pflanze regelmäßig gießt, dann wächst sie – genauso wie dein Mut, wenn du ihn täglich trainierst
  • ab und zu kannst du deiner Pflanze mit Dünger einen extra Wachstumsschub verpassen – der Dünger entspricht etwas größeren Mut-Aktionen
  • einen ganzen Eimer Wasser auf einmal auf deine Mut-Pflanze zu kippen, bringt dagegen gar nichts – vermeidealso irgendwelche grandiosen Hauruck-Aktionen, die dich schlimmstenfalls sogar demotivieren, wenn sie schief gehen
  • kümmere dichlieber mit kleinen kontinuierlichen Aktionen um deinen Mut – denn wenn du dich nicht darum kümmerst, geht er genauso ein wie die Pflanze